vaucluse vintage rallye 2008

abfahrt mittwoch

die ganze nacht hatte es geschneit….also eigentlich der schlimmst anzunehmende fall!
unsere erste tour ging nach mulhouse ins schlumpf museum. dummerweise…..eine nacht davor hatte ich erfahren das mein reserviertes hotel meine reservierung einfach nicht hat und nun ausgebucht war…und jetzt war erst mal hotel suchen angesagt (dank HRS erfolgreich).

unsere routenkalkulation sagte  …wenn wir um 9:30 losfahren sollten wir gegen 14:00 dort sein….leider hatte das ganze deutlich länger gedauert als geplant.…und wir waren gegen 15:30 erst am museum (um 17:00 macht es zu).  das tolle…wir durften unseren hänger im gelände des museums aufstellen (dafür herzlichen dank an das museum). wir haben dann in leider viel zu kurzer zeit versucht das museum zu besichtigen.…aber wir müssen da auf jeden fall nochmal hin. es ist wirklich klasse….die ganze mobile geschichte ist hier vertreten (aber darüber schreibe ich noch)…und nicht nur bugattis
 
Donnerstag
eigentlich war geplant das museum am nächsten tag nochmal zu besuchen  aber nachdem wir am vortag schon deutlich länger gebraucht hatten, haben wir beschlossen in der früh sofort weiter zu fahren (denn es lagen noch 700 km vor uns).

je weiter wir nach avignon gekommen sind umso besser wurde das wetter (und um so schöner die landschaft)

um 17:30 waren wir dann endlich am hotel und man konnte schon die ersten autos abladen sehen

nachdem wir unsere beiden eigenen autos (riley und benjamin) abgeladen hatten, konnten wir sie in die speziell für die veranstaltung reservierte halle beim avignoner messegelände rüberbringen (das gute war, daß das hotel nur 2 minuten davon entfernt lag)

 
Freitag

große aufstellung aller fahrzeuge am messegelände

es waren unglaublich viele schöne fahrzeuge dabei (zb. 2 lombard, ein mauve mit einem anzani motor, viele bugattis, viele amilcar, mg, gar, usw).

und nun gings los nach roadbook (dumm wenn man jetzt kein tacho hat das funktioniert) mit der ersten etappe von ca. 60 km. nach etwa 5 km haben sich schon so ziemlich alle verfahren! das problem war eine baustelle, die eine nacht zuvor aufgebaut wurde und die straße in die wir mußten einfach gesperrt hatte.  wer schon mal auf so einer rallye war ….hat sicherlich schon den effekt gesehen. es reihen sich mehrere autos einfach hintereinander (mit der hoffnung der vordermann weiß wo es lang geht)….wobei man sicher sein kann…der als erstes vorne fährt…kennt den weg auch nicht richtig lustig wird das, wenn einem die ersten autos wieder entgegen kommen (und man in den gesichtern erkennt „einer von uns beiden ist falsch…nur wer??“)

also es ging ein wildes suchen nach dem richtigen weg los

nach einer weile fängt man an seinen eigenen weg einzuschlagen (die anderen kennen den weg ja auch nicht!!!)

trotzdem….wir haben später alle unser ziel gefunden und haben dort zu mittag gegessen (und getrunken…. was erwartet man sonst in frankreich)

nach dem mittagessen (und reichlich wein) ging es zur etappe 2 (fast 80 km)

es ging durch tolle landschaft und schöne kleine städte(mit wenig verkehr und einem wirklich tollem wetter nämlich 18 grad)

und einem kleinen zwischenstopp in fontaine de vaucluse

das auf und ab war für viele fahrzeuge und fahrer ziemlich anstrengend und bei der heimreise (die letzten 15 km) machte sich dies dann bei dem einen oder anderen fahrzeug bemerkbar.

dummerweise gab es auch eine reifenpanne und wir konnten leider nur helfen in dem wir mit ihm gewartet hatten bis ein abschleppwagen ihn ins fahrerlager zurückbrachte (aber am nächsten tag lief er wieder)
 
samstag

alle hatten uns vorgewarnt daß die strecke an diesem tag heftig werden wird. es stand ein 15 km langer  anstieg auf zum chalet reynard an.

aber erstmal wurde sich wieder brav aufgestellt und wir haben beschlossen, daß wir mit dem riley fahren.

nachdem der riley das auto meiner frau ist.….und ich die füße nicht an die pedale bekomme, war ich heute der navigator und nicht der fahrer.

als erstes ging es zum besuch einer werkstatt von VMI die übrigens in der passenden straße namens rue ettore bugatti war (und für alle frozler ….ja auch männer können roadbooks lesen und wir haben uns kein einziges mal verfahren!….zumindestens bis dahin nicht)

das ganze war wie weihnachten...teile und autos wohin das auge reichte und vieles von bugattis

danach gings weiter nämlich zur letzten stärkung vor den letzten heftigen 15 km.

bis jetzt waren wir bereits 57 km unterwegs…aber…jetzt ging der harte teil los.…die letzten 15 km  mit einem heftigen anstieg bei den letzten 10 km!

also das ganze ging gut an und wir sind ziemlich schnell den berg rauf

gut…..die letzten 7 km hatten es dann in sich und wir haben dann im 2ten gang versucht den berg zu erklimmen. nachdem unsere temperaturanzeige dann auf über 90 grad gegangen ist haben wir beschlossen erstmal anzuhalten um das fahrzeug ein wenig zu kühlen.…was einige genutzt haben um uns zu überholen (einige davon haben wir später wieder eingeholt)

nach etwa 15 minuten pause ging es dann darum den rest des weges zu nehmen.  wir sind nicht als letzte oben am berg angekommen

also jetzt gab es erstmal was zu essen (und ein kurzes aber effektives sonnenbad vorher)
marc von http://www.lecyclecaristebelge.com/ war so freundlich und hat uns die ganze zeit mit in seinem kreis aufgenommen und immer wieder für mich (mein französisch ist null…wie praktisch in frankreich) übersetzt. dafür herzlichen dank

nun gut….wer auf den berg rauf ist…muß auch wieder runter (jetzt allerdings mit schon leicht geschundenen autos…und der gefahr von heißlaufenden bremsen).…also 20 km abwärts (die wir vorher ca.7km rauf sind).

landschaftlich war dies das größte

insgesamt sind wir an diesem tag über 160 km gefahren (und das ohne technischen schaden …ich kanns immer noch nicht glauben)
und landschaftlich war es wirklich atemberaubend.

nun es gab noch einen kleinen zwischenstopp für ein museum und einer nougaterie bevor es dann endgültig ins fahrerlager zurückging

 
sonntag

wir hatten überlegt ob wir heute mit beiden autos fahren sollten
….allerdings wollte der riley einfach nicht anspringen (mangels saft aus der batterie). start war eigentlich gegen 9:30 und wir haben ihn erstmal angeschleppt. nachdem er lief….aber abzusehen war, daß wir ihn eigentlich überall anschleppen hätten müssen….haben wir ihn erstmal zurück zum hotel gebracht (damit wir am abend das problem nicht auch noch haben).

nachdem wir vom hotel zurückgekommen waren ….und es schon 9:20 war…..sollten wir jetzt mal gas geben um beim start dabei zu sein. also benjamin fertig gemacht und zum start rüber gefahren…nur…da war kein einziges auto mehr! man hatte -nachdem alle schon da waren- beschlossen einfach die rallye schon um 9:00 zu starten.

gut…wir waren jetzt 30 minuten hinterher und natürlich hatten wir ein roadbook….nur….
.nach etwa 10 km haben wir irgendwie den weg verpasst. also bei der nächsten tankstelle raus …und nachdem jetzt eh schon alles wurst war, erst mal zündkerzen gereinigt, öl nachgefüllt und benzin aufgenommen. ich muß sagen wir waren ja auch gut ausgerüstet (nicht nur das werkzeug was wir doch des öfteren mal jemanden geliehen haben) und hatten ein navi bei uns (ist eigentlich nicht erwünscht…aber was macht man in der not). den nächsten große stadt auf unserem roadbook eingegeben und los.

nach einer weile passte das roadbook wieder und wir konnten diesem wieder folgen…und siehe da….wir haben die gruppe am nächsten haltepunkt eingeholt (alle waren bei einer weinprobe…die natürlich jetzt zu ende war als wir angekommen sind )

also …wir waren angekommen und sind auch gleich wieder los (und haben trotzdem noch einen wein bekommen)


an toller landschaft und gebäuden vorbei gings wieder richtung messegelände avignon


(wußten sie daß im 14. jahrhundert die päpste mehr als 100 jahre in avignon residierten und dafür der papstpalast gebaut wurde)

auf dem messegelände angekommen war das starterfeld jetzt von zuschauern umringt und es gab ein letztes mal die fahrt über die rampe zur präsentation der fahrzeuge


vollkommen fertig aber überglücklich (daß alles heil blieb) und mit wein beladen sind wir dann nach dem besuch auf der oldtimermesse ins hotel zurück

 
montag
jetzt war die heimreise in einem stück angesetzt (über 1000 km)

als erstes um 8:00 die fahrzeug aufgeladen

und ab gings

wir waren dann (erledigt) um 20:00 zu hause!
 
allem in allem

es war eine tolle veranstaltung mit vielen wirklich tollen fahrzeugen (mache ich noch die nächsten tage was ) und unglaublich schöner landschaft. die strecke war anspruchsvoll, aber geeignet für vorkriegsfahrzeuge. der wein und die gesellschaft war großartig und wir hatten eine menge spaß (auch wenn man kein französisch spricht)

wenn es nächstes jahr wieder stattfindet sind wir wieder dabei

alle bilder (über 700)
http://www.flickr.com/photos/michisbilder/sets/72157604335555375/

filme und weitere geschichten folgen noch die nächsten tage