Vaucluse Vintage Rallye 2009 oder wie finde ich den richtigen Weg? Tag 1

Da wir im letzten Jahr bereits teilgenommen hatten, viel Spaß dabei hatten und nette Menschen kennengelernt haben waren wir natürlich dieses Jahr wieder dabei.

Der Weg dorthin ist allerdings schon eine ziemliche Strecke und mit Hänger macht die Sache auch nicht viel schneller…

Die Rallye findet im Rahmen des Avignon Motorfestival statt und von uns bis nach Avignon ist es insgesamt eine Strecke (einfach) von mehr als 900 km.

Am Donnerstag in der früh gings um 7:00 Uhr los mit einer guten Menge an Verpflegung und Getränken sowie eine stattlichen Anzahl von Hörbüchern an Bord (dabei muß ich sagen daß nicht jedes angeblich gute Hörbuch hält was es verspricht….wenn man allerdings die ersten 3 Stunden davon schon gehört hat….dann will….nein man muß den Rest natürlich auch anhören….immerhin will man ja wissen wie die Geschichte ausgeht)

Landschaftlich ist die Fahrt für sich eigentlich ganz schön

und kurz vor Avignon (und ersten Hörbuchermüdungserscheinungen) waren die ersten Teilnehmer neben uns auf der Autobahn zu entdecken

Im Hotel angekommen haben wir die Unterlagen entgegengenommen und die Fahrzeuge abgeladen und nachtfertig gemacht

Benjamin Typ B 1922

Letztes Jahr wurde erst am zweiten Rallyetag das Abenteuer  „wie schaffe ich das Auto incl. Insassen auf den Mont Ventoux?“ in Angriff genommen……aber lt. den Unterlagen sollte es gleich am ersten Tag rauf gehen.

Beunruhigender Weise war das Roadbook eine in französisch geschriebene Seite (für das Team Buller bei dem ich überhaupt kein französisch spreche und meine Frau ihres noch aus der Schule hat fast schon das Aus um den richtigen Weg zu finden….aber selbst schuld wenn man in Frankreich Rallyes fährt).…aber lt. den Unterlagen sollte am nächsten Tag ein Roadbook (mit Chinesenzeichen kann man auch ohne Französischkenntnisse den richtigen Weg finden) ausgegeben werden!

Guten Mutes und bei wirklich wunderschönem Wetter mit allerdings fast schon sturmartigen Wind (Mistral) sind wir diesen Tag mit dem Riley angetreten (ich glaube das einzige unserer Fahrzeuge mit dem wir den Mont Ventoux hinaufkommen).

Das gesamte Startfeld war wie im letzten Jahr ziemlich beeindruckend und natürlich waren dieses Jahr auch (sehr) viele Bugattis dabei.

Die Ausgabe eines Roadbooks gab´s dann leider doch nicht und so war die Streckenführung tatsächlich nur die DIN A4 Seite in französischer Prosa und da der Riley das Auto meiner Frau ist und ich der Navigator in diesem Fall bin …… war das Motto in diesem Fall…dran bleiben (nur die anderen nicht aus den Augen verlieren). Das Ziel allerdings „Mont Ventoux“ ist allerdings nicht zu verfehlen was immerhin ein Lichtblick war.

Also los gings

und ich kann nur sagen landschaftlich hat diese Gegend der Provence wirklich einiges zu bieten

und wie das auch immer so ist wenn der erste sich verfährt beginnt das Chaos (auch wenn Dir auf derselben Straße jemand entgegenkommt….heißt das noch immer nicht das er richtig fährt und Du falsch!)

Wir haben dann den Weg zum Berg auch wirklich gefunden und dann ging´s rauf und ich kann nur sagen die Straße den Berg hoch zieht sich ganz schön. Das letzte Stück (rund 3 km) geht dann im Riley tatsächlich nur noch im 2ten Gang (und man wünscht sich ein Hörbuch wieder anstatt dem singenden Getriebe)

Oben war es noch kälter und es lag sogar Schnee und das half der Kühlung des Motors

Wir waren auch nicht die letzten und so dauerte es eine ganze Weile bis alle Teilnehmer sich eingefunden haben
Sandford

Das ist übrigens der Bugatti von Michel Bugatti (aber darüber muß ich mal was separat schreiben)

Das Mittagessen dort ist ziemlich üppig und es gibt reichlich alkoholische Getränke dazu (was man nicht alles so gegen die Kälte tut ).

Nach dem Mittagessen gings den Berg runter und das ist landschaftlich wirklich sehr….sehr..sehr schön!

Daß wir uns dabei verfahren haben (und ich wundere mich immer noch wie man sich beim bergabfahren verfahren kann) ist eine andere Geschichte!

Allerdings waren wir nicht alleine und so fuhren wir in der Gruppe über sehr nette Gegenden zurück nach Avignon

Zurückgekommen sind übrigens alle (wenn auch auf unterschiedlichsten Wegen).

Am Abend wurden die Autos wieder nachtfest gemacht und es ging zum ersten Abendessen. Ich muß dazu sagen man hat in Frankreich eh den Eindruck daß man von Essen zu Essen fährt.

Nach einem reichlichen und netten Abendessen ging´s um 24:00 Uhr in´s Bett
und ich träumte
die Nacht noch von der Suche nach dem richtigen Weg.

Alle Bilder (auch von den anderen Tagen) findet Ihr hier