47 Jahre automobile Erfahrung

Heute in der Früh bin ich an einem Fahrzeugtransporter vorbei gefahren und dort stand der Spruch drauf „75 Jahre Erfahrung“. Die Firma kannte ich nicht aber ich dachte mir das wenn ich so zurück schaue ebenfalls ziemlich lange schon mit dem Thema Auto zu tun haben.

Erfahrung bedeutet ja auch nicht das man gefahren sein muss (auch wenn das in dem Wort „Erfahrung“ durchaus enthalten wäre). Los ging es bei mir schon ziemlich früh und ich kann mich daran erinnern das meine Leidenschaft für Autos im frühesten Alter sogar gefördert wurde (Mädels…wir werden so konditioniert…wir können garnichts dafür).

Ich hatte eine gigantische Sammlung an Spielzeugautos (jeder Gast brachte welche mit….wir waren aber auch nette Kinder) und auch kann ich mich erinnern das ich als 4 jähriger zu Weihnachten ein ziemlich großes rotes Sportauto bekommen haben (davon gibt es ein Bild das ich mal bei Gelegenheit raussuchen muss und mal in den Blog bringe).

Auch hatte ich später diverse ferngesteuerte Autos, nicht wie heute per Funk, nein sie hatten ein Kabel daran. Die Technik war allerdings nicht wirklich ausgereift (oder für Kinder meines gleichen nicht so geeignet) und so brach das darin enthalten Drahtseil wenn man die Lenkung an der Fernbedienung zu fest in eine Richtung schob (vermutlich hatte ich deswegen einige davon…die aber alle nicht lang hielten).

Später waren es dann schon große Autos und mein Vater hat immer wieder Teile seiner Autos in unsere Wohnung gebracht um sie zu reparieren. Meine Mutter erzählte immer das er extrem gut im auseinander bauen war, nur beim zusammen bauen immer irgendwelche Schrauben wohl übrig blieben, erstaunlicher Weise funktionierten die Autos aber trotzdem. Er bastelt übrigens heute noch an Autos und er gehört zur Gattung der Weg ist das Ziel denn seit rund 15 Jahren restauriert er einen MGA (alles selber gemacht.. sogar Schweißarbeiten), nur fertig wird er irgendwie nicht (ich werds wohl nie erleben wie das Auto fährt).

Den eigenen Führerschein zu machen war natürlich dann einer der größten Wünsche (den mein Vater mir übrigens erfüllte) und meine ersten Fahrten durfte ich dann mit einem Sportwagen (RX7) meiner Mutter machen (sie hatte wirklich Gottesvertrauen).

Das erste eigene Auto war dann mit 20zig, einen gebrauchten Peugeot 205 GTI 1,6. Ja das Auto war der Hit, rot mit Sportsitzen und damals ein echter Hinkucker (Golf GTI war was für Luscher). Das Teil ging auch ordentlich, (zumindestens für damalige Verhältnisse)  200 kmh waren schon was.

Der erste Neuwagen war dann der Peugeot 205 GTI 1,9 mit einer Vollausstattung (Leder, Schiebedach, Sonderlackierung, usw.). Mann war ich stolz auf das Auto und wir haben so einige Geschichten erlebt.

Danach kamen dann Chrysler Cherokee, Audi (A4, S4, RS4, A8)  und nun BMW (und ein Porsche….sorry so viel midlife crisis darf schon sein) und sie wurden alle gehegt und gepflegt (ihr kennt meinen Putzfimmel).

Octane

Das Thema Oldtimer kam dann mit 30zig denn ich musste mich immer daran erinnern das mein Lieblingspielzeugauto ein Mercedes 230 SL war in Silber mit roter Innenaustatattung. Nach regelm. lesen von Oldtimerzeitungen wurde der Traum dann später wahr aber vorher kam da noch ein TR5 den ich heute noch besitze.

Die Vorkriegsleidenschaft hat Frank Seeger mit seinem Cyclecartreffen geweckt und ich ging ziemlich naiv in die Szene mit einem Fiat (der mir den Spott „Fehler in Allen Teilen“ einbrachte….dafür kannte man mich …ohje da kommt der michi…mal sehen was heute kaputt geht). Im Rückblick hatte ich dann doch mit all den Autos ziemliches Glück da sie alle dann doch besonders sind (und heute einwandfrei laufen).

Seit November 2006 schreibe ich diesen Blog und beschäfftige mich jeden Tag mit dem Thema Automobil und das erstaunliche,  die Geschichten gehen nie aus. Dabei lernt man immer wieder neue Menschen kennen die den Autovirus ebenfalls haben (oder sogar einen Vorkriegsinfektion….unheilbar…sorry).

Wenn ich also so zurückblicke dürfte ich mir nun bald auch einen Aufkleber aufs Auto machen „50zig Jahr automobile Erfahrung“