Pilgerfahrt: Mille Miglia

Nicht das ich in den letzten 7 Tage nicht schon genug Oldtimerei hatte aber ich hab mich zu einem spontanen Trip zur Mille Miglia überreden lassen und das war gut so.

Beim VRM hatte Max mich gefragt ob ich nicht mitfahren möchte und zuerst wollte ich eigentlich nicht. Die Mille Miglia Berichterstattung in den letzten Jahren hatte mir den Event eigentlich ziemlich vermiest. Berichtet wird eigentlich nur noch über Promis in geliehenen Fahrzeugen, meist der Marke Mercedes. Dabei starten über 400 Autos und die wahren Helden sind eben nicht die die mit großer Werkunterstützung die 1.600 km fahren.

Da meine berufliche Woche gut aussah hab ich mich dann doch dazu entschlossen nun am Mittwoch mitzufahren. Die Truppe war wirklich klasse und bis auf 2 (inkl. mir) waren die anderen mit Oldtimer da. Wir fuhren gemeinsam über wunderschöne Strecken über tolle Pässe zum Gardersee. Es hatte ein wenig etwas von einer Pilgerfahrt i.S. Oldtimerreligion und dabei zu sein war wirklich großartig.

Die Fahrzeugabnahme in Brescia war diesmal viel früher weil auch der Start nicht mehr in der Nacht war sondern schon um 14:30. Ich denke für die Fahrer ist das eine gute Entscheidung denn die meisten kommen trotzdem spät Nachts an um am frühen Morgen dann wieder schon weiterzufahren. 1.600 Km das muss man erst mal schaffen in einem wirklich alten Auto (es sind viele Vorkriegler dabei) und das Wetter ist bekannt dafür das es von extremer Sonne bis Schnee eigentlich alles gibt.

Wir waren in Brescia zuerst und haben uns die Fahrzeuge angesehen….allerdings war das Highlight ein kleiner Ort bei dem wir in einem Kaffee saßen und die vorbeifahrenden Fahrzeuge bei einem Teller Spagetti oder einem Cappuccino entspannt zujubeln konnten. Es ist ein echtes Ereignis in Italien und ehrlich gesagt hat das mein Bild von der MM wirklich geändert. Kaum ein Italiener der sich dafür nicht begeistern lies und im Radio war jedes 3te Wort Mille Miglia (eines der wenige Worte Italienisch das ich verstanden habe).

Ohne Titel

Ohne Titel

Ohne Titel

Der Tag war wirklich klasse und man kann sich dem Italienischen Dolce Vita irgendwie nicht entziehen. Jeden Abend wurde gemeinsam dann Essen gegangen und Geschichten getauscht. Auch haben wir tolle Ausfahrten gemacht und selbst die Heimreise war eine tolle Ausfahrt mit unglaublichen Bergblicken und Strecken. Eigentlich macht man das viel zu wenig, einfach mal aus dem Alltag auszusteigen und ich habe heute noch das Gefühl ich war 6 Wochen weg. Vielen Dank an Max und an die Truppe die so eine entspannte Ausfahrt möglich gemacht haben und im nächsten Jahr bin ich auch mit einem Oldtimer dabei.

Alle Bilder von der Reise findet ihr hier …..und sie sind wirklich sehr schön geworden.