Letztes Jahr haben wir beschlossen das Christoph & Steffi (die haben sich angeboten) das Treffen am Bodensee in Ludwigshafen organisieren werden und die Vorfreude war groß.
Irgendwie geht die Zeit doch recht schnell rum und Stück für Stück kamen wir den Termin immer schneller entgegen. Ich muss sagen ich war noch nie bei einem Treffen so wenig involviert wie bei diesem. Allerdings sind Christoph & Steffi alte Hasen was Oldtimerveranstaltungen betrifft, immerhin hatte ich meine erste Oldtimerausfahrt mit Roadbook mit ihnen und mein erstes Bergrennen ebenfalls (Haldenhof Revival) und auch bei diesen Veranstaltungen hab ich viele Leute kennengelernt mit denen ich heute noch befreundet bin (wie zb. Rolf & Gabriela).
Am Donnerstag sind bereits einige angereist und da gabs bei schönstem Wette bereits eine kleine Ausfahrt.

Wir konnten erst am Freitag anreisen und beim Eintreffen wurde uns ein Gastgeschenk überreicht (wirklich klasse sogar mit Logo) und ein Roadbook.

Für Freitag war eine kleine Ausfahrt ab ca. 14:00 geplant und nachdem alle da waren und wir eine Stärkung im umliegenden Italiener genommen hatten gings ins MAC Museum.















Das Wetter war uns übrigens gnädig denn eigentlich war Regen angesagt und zwar den ganzen Tag! Auf der einen Seite sind hohe Temperaturen für die Vorkriegsautos auch nicht gut aber fahren in Regen ist nun auch nicht perfekt (und hört mir auf mit dem Spruch “ es gibt kein falsches Wetter …nur falsche Kleidung“….Regen tut echt weh im Gesicht!). Wir haben es allerdings geschafft den Regen tatsächlich zu umfahren und erst nachdem wir im Museum waren hats ein wenig geregnet . Vielen Dank übrigens an Christoph der die Führung im Museum vorgenommen hat und uns vieles zur Entstehung diese erklärt hat.

Wir hatten übrigens ein wirklich tolles Teilnehmerfeld und herzlichen Dank an alle die dabei waren.
Am Abend war geplant das wir dann gemeinsam zum Abendessen fahren mit den Oldtimern allerdings hat uns dann das Wetterglück verlassen (es regnete wie aus Eimern) uns so mussten wir mit den normalen PKWs zum Essen gefahren. Das hat aber den dem Abend keinen Abbruch getan und so hatten wir ein gemütliches und leckeres zusammen sein.
Dabei ist übrigens der Ort für das nächste Treffen in 2024 entstanden. Ich glaube wir alle meinten es erst am Anfang nicht so ernst (eher ein bisschen frozeln) aber irgendwie hat sich die Sachen verselbständig und so steht es fest…nächstes Jahr gehts in die Tölzer Gegend (Danke an Georg und seine Susi die sich dem nun annehmen….allerdings keine Sorge …wir helfen hier mit).
Am Samstag war die große Ausfahrt geplant und nach dem Frühstück gings auf insgesamt 160 Kilometer …auf wunderschöner Strecke und mit wenig Verkehr…UND mit Wertungsprüfungen!







Natürlich gabs tolle Zwischenstopps und beim allerersten mussten wir die erste Wertungsprüfung erledigen: genau 57 Gram in einem Becher mit Öl abfüllen (also inkl. Becher). Das ist übrigens gar nicht so leicht wie man später bei den Ergebnissen sehen konnte.
Zu Mittag waren wir an einem Lokal direkt am See….das besondere allerdings war das wir mit unseren Fahrzeugen Kreuz un Quer mitten unter den Gästen Parken durften (dafür auch vielen Dank an die Gäste die uns das nicht krumm nahmen sondern gefallen daran fanden). Das Einfahren übrigens war nicht ganz so einfach (und von leise und unauffällig kann nicht die rede sein) denn eigentlich war das als Gehweg gedacht und nicht als Einfahrt für Fahrzeuge. Die meisten unter uns hatten da kein großes Problem weil Vorkriegsfahrzeuge in der Regel eher klein sind, allerdings bei Rolf mit seinem Austin 20 war es echt Millimeterarbeit rein zu kommen (mein großen Respekt wie du das gemacht hast).





Danach gings in ein Traktor Museum ..bei dem wir dann eine Hochzeit wohl gecrashed haben 😉
Ich denke (auch) die Gäste dort dachten sich das es ein wirklich schöner und vor allen Dingen ruhiger Platz wäre….bis wir kamen….20 Vorkriegsfahrzeug und nicht nur dies….wir haben dort eine Wertungsprüfung gemacht (den großen Preis von Gebhardsweiler). Es gab am Hof einen Parkur den wir mit genau 16 Sekunden, dann mit 20 und zum Schluss mit 18 Sekunden umrunden mussten…und das ohne Stoppuhr! 20 Vorkriegsautos haben also am Innhof (mit offenen Auspuff) den Parkur umrundet – Wir hatten auf jeden Falls Spaß 😉













Wer sich noch erinnert (Benjamin Racing Club Treffen 2020) wir haben festgestellt das meine Partnerin (hauptsächlich 😉 )und ich bisher für Zeitprüfungen höchst ungeeignet sind weil unser Zeitgefühl scheinbar doch erhebliche Störungen hat und beim damaligen Benjamin Racing Club Treffen hatten wir erhebliche Abweichung zwischen gefühlter Zeit und echter Zeit. Die Sieger Damals übrigens hießen Maria & Utz (mit fordernder aber knallharten Runterzähl-Strategie) und die galts diesmal auch zu schlagen.
Nach der Wertungsprüfung ging es nach Hause und an der ersten Kreuzung die ich am Berg anfahren musste ging der MG nicht vom Fleck. Das Anfahren mit einem Vorwahlgetriebe ist eh nicht einfach aber der MG im kalten Zustand mag das ganz besonders nicht. Deswegen fuhr uns das Feld davon, allerdings war das kein Problem denn wir hatten ja das Roadbook.
Also gings nun dem Feld schnell hinter her zu kommen und als wir aufschlossen sah ich wie das als letzter Fahrzeug etwas langsamer wurde. Ich bin dann nach nach kurzer Verwirrung zwar dran vorbei aber bei der nächste Haltemöglichkeit sofort raus. Und da rollte das Fahrzeug auch dann direkt in die Parkbucht….und zwar ohne Benzin.
Es ist immer so wenn man was braucht hat man es nicht dabei! Ja Sprit hatte ich genug an Bord….aber weder einen Schlauch noch ein Benzinkanister…weder bei mir noch im anderen Fahrzeug. Google sei Dank haben wir dann eine Tankstelle in 7 Kilometer gefunden und so sind wir los und haben erst mal Benzin geholt. Die Sorge war das die Tankstelle zwar Benzin hat aber keinen Kanister (wenn man schon kein Glück hat….dann möglicherweise auch Pech) . Die hatten zwar Kanister aber nur 5 Liter große…also haben wir 2 gekauft damit man nach Hause kommt. Das alles ging recht schnell und so konnten wir dann auch nach dem abliefern des Sprits und befüllen des Fahrzeuges dann auch nach Hause fahren. Dabei hat uns zwar dann mal kurz ein Regen erwischt aber wir sind gut ins Hotel gekommen.
Nach einer frischen Dusche (und dem versorgen meines Sonnenbrands….man nennt es auch Bauarbeiterbräune) gabs dann ein tolles gemeinsames Abendessen.
Natürlich wollt ihr nun alle wissen wie die 2 Wertungsprüfungen (bei uns) gelaufen sind (die Erwartung an uns war übrigens nicht hoch).
Nun beim Abfüllen waren wir gar nicht schlecht (ich denke wir kochen zu viel)..….und bei dem Lauf auf Zeit…hießen die Sieger wie im damals schon Maria & Utz (wir müssen uns mal ein Handycap für die beiden einfallen lassen….evtl. muss Utz nächste mal Rückwärts fahren) ….ABER wir sind rehabilitiert denn wir haben nicht den letzten Platz gemacht (übrigens unsere Strategie war eine Mischung aus zu langsamen herunterzählen der Beifahrerin und einem ignoranten Fahrer der schon früher drüber ist = passende Zeit!).
Es war ein wirklich tolles Wochenende und ein herzliches Dank an Steffi und Christoph für ein toll organisiertes Wochenende mit einer wirklich wunderschönen Strecke und tollen Zwischenstationen (und extrem anspruchsvollen Wertungsprüfungen).

Vielen Dank an alle Teilnehmer und ich freue mich spätestens 2024 in der Tölzer Gegend alle wieder zu treffen (Tölzer macht euch auf was gefasst…wir kommen).
