„Sag mal, auf deinem Blog ist ja noch Weihnachten!“ – dieser Satz fiel beim letzten Benjamin Racing Club Treffen in Nürnberg. Und ja, ich musste schmunzeln: Der letzte Eintrag stammt tatsächlich noch aus der stillen Zeit des Jahres. Was soll ich sagen – viel passiert ist in den ersten Monaten nicht. Zumindest nichts, was Räder hat.
Das erste richtige Highlight war dann auch das BRC-Treffen in Nürnberg – dazu folgt bald noch ein eigener Bericht. Bis dahin war eher Arbeit und Werkbank statt Windgeräusch angesagt. Gefahren bin ich das erste Mal im Juni. Die Triumph hätte eigentlich eine neue Einspritzbrücke bekommen sollen – das gute Stück liegt auch schon bereit, ist aber bisher nicht verbaut worden. Wie so oft kam anderes dazwischen.
Ein großes Thema war meine Halle – oder besser: das, was daraus werden soll. Dort soll drauf gebaut werden, was bedeutete, dass ich schon jetzt einiges räumen musste. Die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, aber ein Kran steht bereits davor. Mal sehen, ob der mir mitgeteilte Zeitplan hält. Im Moment jedenfalls ist die Halle kaum nutzbar, und die Autos stehen verteilt in mehreren Garagen – was die Sache nicht unbedingt einfacher macht.
Parallel habe ich mich dem Hänger dieses Wochenende gewidmet. Der hatte es ehrlich gesagt auch nötig. Über die Jahre hat sich dort einiges an Rost angesammelt – vor allem an den typischen Stellen. Kein Totalschaden, aber genug, um ein bisschen Zeit und Energie zu investieren. Also wurde der Rost entfernt, unterstützt durch die Anschaffung eines neuen Elektrowerkzeugs, das sich als ziemlich hilfreich erwiesen hat. Danach kam der Rostumwandler drauf und schließlich der Lack. Die Farbauswahl war, sagen wir, pragmatisch – nicht ganz originalgetreu, aber funktional. Jetzt sieht der Hänger zwar etwas bunter aus als vorher, aber immerhin wieder gepflegt.
Besonders interessant war der Innenboden. Über die Jahre hatte sich dort durch kleine Undichtigkeiten der Fahrzeugen eine ordentliche Schicht Öl angesammelt. Nicht dramatisch, aber glatt genug, um beim Drauftreten ein bisschen aus dem Gleichgewicht zu geraten. Beim Treffen kam dann der Tipp, es mal mit dem Ölfleckenentferner von Liqui Moly zu versuchen – und das war ein echter Volltreffer. Einfach aufsprühen, 30 Minuten warten, und dann kann man das granulatartige Zeug mit Besen und Schaufel entfernen. Funktioniert wirklich gut – hätte ich früher wissen sollen.
Der MG selbst hat auch eine gründliche Pflege am Wochendene bekommen. Neben einer ordentlichen Grund- Reinigung hat er eine neue Wachsschicht bekommen – sorgfältig aufgetragen von meiner Lebensgefährtin, die sich mit bemerkenswerter Ausdauer dem Thema angenommen hat. Ich selbst habe mich in der Zeit um Schrauben, Anbauteile und Kleinkram gekümmert. Besonders hilfreich war dabei eine Radialbürstenscheibe von 3M (BB-Z5), auf die ich durch Zufall über TikTok gestoßen bin. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber das Ergebnis überzeugt: Aus matt gewordenen Messingschrauben wurden wieder glänzende Teile. In dem Zuge kam dann auch noch ein neuer kräftiger Akkuschrauber zum Einsatz – ein solides Stück Werkzeug, das definitiv Freude macht.

Inzwischen ist also wieder ein bisschen schwung in die Schrauberei gekommen. MG und Hänger sind bereit, der Triumph wartet noch auf seine Arbeiten. Und auch der Blog bekommt hoffentlich wieder etwas frischen Wind – keine spektakulären Neuentdeckungen, aber dafür ehrliche Einblicke ins Oldtimerleben (und Empfehlungen für die ich keine Geld bekomme!).
Die nächsten Station stehen schon an – die Classic Days. Und diesmal hoffe ich, dass der nächste Eintrag nicht erst wieder zu Weihnachten erscheint.
