Haben sie auch den Virus?

Wenn wir hier Virus sagen meinen wir natürlich nicht diese Art von Virus die man sich auf unseriösen Webseiten oder bei seltsamen Emails (sie haben im Lotto gewonnen) einfangen kann , auch meine wir auch keinen staatlich verordneten Bundestrojaner oder sonstiges. Auch handelt es sich nicht um die bekannte schwere Viruserkrankung der Männerkrippe die Gott sei Dank heute gut behandelbar ist und nach vielen Wochen auch wieder abklingt. Wir wollen hier heute auf eine viel schwerwiegendere Viruserkrankung hinweisen.

Die meisten infizieren sich beim lesen von „sogenannten“ Fachzeitungen die nach langjähriger,  manchmal auch bei kurzem Konsum, zur Erkrankung führen können. Es gibt aber auch die Gefahr bei großer Ansammlung von Menschen (z.B. Messen oder Sonderveranstaltungen bei denen Erkrankte in großen Mengen anzutreffen sind) die Gefahr einer Übertragung.

Der Virus ist hartnäckig und fängt meist recht harmlos an. Erst Symptomen sind schlaflose Nächte und das besuchen von Webseiten von Leidgenossen auf denen Behandlungslösungen angeboten werden. In dieser Phase werden die Personen übrigens noch mit guten Heilungschancen eingestuft, in späteren Phasen leider dann nicht mehr und man kann nur noch versuchen die Symptome zu lindern.

In späteren Phase kommt es bei den Patient zu seltsamen Verhalten und wird sich vermutlich viel in dunklen Räumen oder Garagen aufhalten bei denen er versucht seine schmerzen zu lindern und erste medikamentöse Behandlungen vornimmt. Dies ist übrigens meist eine recht schmutzige Angelegenheit und Partner müssen extrem stark in dieser Zeit sein.

Frauen sind übrigens recht resistent, können die Erkrankung am Anfang meist aber nicht richtig deuten und erst wenn es zu spät ist werden die Symptome richtig erkannt.

Die Fachapotheken sind übrigens gut ausgerüstet und Medikamente sind in Verfügbar. Das Angebot dafür ist vielfältig sind leider aber recht kostspielig (selbst bei den kleinsten Dosen). Plagiate oder Generika helfen übrigens auf Dauer nicht und werden die Symptome nur verstärken und ist keine empfehlenswerte Behandlungmethode.

Bei der Medikamentierung sollte man recht vorsichtig mit der Dosierung vorgehen denn es ist nicht unüblich das der Patient auf Dauer nicht nur zu einem Medikament greift sondern zu mehreren, die er dann später gleichzeitig nutzen muss um seine Viruserkrankung unter Kontrolle zu halten. Es kommt bei manchen Patienten später sogar zur echten Suchtproblemen die in großen Platzproblemen ausarten können.

Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen haben gezeigt das sie nicht besonders wirksam sind sondern leider zu einer Verschlimmerung der Erkrankung führen. Auch werden meist in solchen Gruppen nur die Medikamente untereinander getauscht was das Suchtproblem ggf. sogar noch steigert.

Manche Erkrankte sind leider später nicht mehr in der Lager außerhalb von anderen Erkrankten soziale Kontakte aufrecht zu erhalten vereinsamen aber nicht, wobei dies eine extreme und seltene Form des Krankheitsbild ist.

Zur Geschichte der Krankheit

Die Krankheit lässt sich bis ins Jahr 1888 zurückverfolgen. Aus alten Aufzeichnungen ist bekannt das eine Frau namens Bertha Benz im Eigenversuch ein Medikament zu einem Reifegrad gebracht hatte um ihren erkrankten Mann zu heilen. Ihr Mann kann auch als Ausgangspunkt der Verbreitung des Virus gesehen werden.

Später im Jahre 1903 erkannte ein Mann namens Henry Ford die Ausbreitung der Krankheit und stellte fest das die verfügbaren Medikamente für die Massen zu teuer waren. Er revolutionierte die Produktion des Medikaments mit gutem Erfolg. Und das Medikament wurde berühmt weil es nur in einer schwarzen Verpackung gab.

Erste Versuche  mit Therapiezentren wurden in den 20er unternommen z.B. in Montlhery , Brooklands, oder in Deutschland das nahe bei Berlin liegende Avus-Therapiezentrum. Die Versuche damals basierten im wesentlichen darauf die Medikamente kreisförmig zu verabreichen, was allerdings nicht mit Erfolg gekrönt waren weil viele Medikamente dem nicht stand hielten und dabei zu Bruch gingen und die Patienten schädigten. Wir wollen aber nicht verschweigen das diese Therapie heute noch vereinzelnd angeboten wird mit fragwürdigen Ergebnissen.

Heute sind die Therapieansätze schon etwas weiter und es gibt besondere Gruppentherapien bei denen die Patienten lernen sollen mit den Medikamenten richtig umzugehen. Dazu werden  Teams gebildet die dann einen Beipackzettel erhalten, ein sogenanntes „Roadbook“ und diverse Übungen mit dem Medikament machen müssen. Diese Therapien können teilweise über mehrere Tage gehen. Dem Erkrankten wird dabei vorgespielt das er Punkte verdienen kann für jede Prüfung (was die meisten auch glauben), tatsächlich wird versucht ihm die Schwierigkeiten mit dem Medikament aufgezeigt mit dem Ziel  ihn langsam zu entwöhnen. Hilfreich ist es wenn bei den Übungen der Ehepartner mitgenommen wird,  die aber sehr stark sein müssen weil der eine oder andere Patient im laufe der Tage durchaus aggressives Verhalten an den Tag legt. Dies liegt an der langsamen Entwöhnung und der dadurch entstehenden Frustration. Hiermit wurden bereits gute Ergebnisse erzielt, allerdings ist die Rückfallquote nach wie vor sehr hoch so das diese Therapie in der Regel mehrfach wiederholt werden muss.

Bekannt ist die Erkrankung heute unter dem Begriff Oldtimervirus und in Fachkreisen in seinen Ausprägungen Youngtimer- , Vorkriegs-oder Veteranvirus in der Diskussion.

Mittlerweile ist die Erkrankung auch weltweit offiziell anerkannt und in Deutschland gibt es für die Erkrankten sogar besondere Kennzeichnungspflicht die sogenannte „H-Kennzeichnung“ um gesunde Menschen davor zu warnen. Auch werden regelmäßig Statistiken erfasst die zeigen das es leider eine Zunahme dieses Virus gibt und auch weltweit was auf Dauer zu einer Verknappung der Medikamente führen wird.

Sollten Sie erste Symptome des beschriebenen Virus an sich erkennen kann es möglicher Weise schon zu spät sein, aber sie sollten unbedingt einen Händler in Ihrer Gegend aufsuchen um festzustellen ob es noch eine Heilungschance gibt.

Über Uns

Diese Fachmagazin beschäftigt sich seit 2006 mit den Auswirkungen, neuen Medikamente und möglichen Therapieansätzen und stellt diese anhand von Fallbeispielen dar. Leider ist bis heute keine echte Heilung oder Therarpie zur Heilung bekannt  und selbst die gerade in aller munde Elektrotherapie muss ernsthaft angezweifelt werden.

Wir werden aber nicht müde weiter auf der suche nach Lösungsansätze in der ganzen Welt zur Bekämpfung der Krankheit und bleiben für sie am Ball.

Das Fachmagazin michisoldtimer.com erscheint regelmäßig und ist kostenfrei erhältlich.